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Die Prager Fensterstürze

Als eine wichtige und bekannte Begebenheit hat sich im Geschichtsunterricht der Prager Fenstersturz manifestiert. Der Begriff umfaßt eigentlich insgesamt drei wichtige Ereignisse der europäischen Vergangenheit, die sich im böhmischen Prag abspielten.

 

Die historischen Stürze vom Fenster in Prag

 

Soldaten beim Wachwechsel in der Prager Burg

Hierbei wird im Rahmen des Geschichtsunterrichtes als erster Prager Fentersturz der Anfang der Kämpfe der Hussiten bereits im Jahr 1419 n.Chr. vermittelt. Hierbei wurden der Bürgermeister, ein Gerichtshelfer, fünf Gemeinderäte, zwei Ratsherren und ein Knecht aus dem Fenster des Neustädter Rathaus am Karlsplatz in Prag geworfen, um dort zuvor gefangen genommene Mitstreiter zu befreien.

Beim zweiten Fenstersturz warfen Anhänger der Protestanten am 23. Mai 1618  nach einem fingierten Schauprozeß drei der Statthalter des damaligen Königs von einem Fenster der Prager Burg in den Burggraben.
Alle drei überlebten allerdings den Sturz in fast 20 Meter Tiefe. Dies wurde als der Grund und Auslöser des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 in die Geschichtsbücher eingetragen.
Hierbei bekämpften sich böhmische Protestanten und katholische Habsburger. Ein Krieg zum einen der Religion wegen, und zudem wegen der Machtausübung der damals brachial herrschenden Habsburger Stände.

Als dritter Prager Fenstersturz wird der mutmaßliche Mord im März des Jahres 1948 am damaligen tschechischen Außenminister Jan Masaryk bezeichnet, der tot vor dem Fenster seines Büros aufgefunden wurde.
Im Februar 1948 übernahm zuvor die KP, die kommunistische Partei, im Rahmen des sogenannten Februarputsches die Regierungsgewalt in der tschechoslowakischen Republik.

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