Restaurant Gran Fierro Prag 1

Das Interior des Restaurant stellte anfangs eine kleine Herausforderung dar. Das Gran Fierro liegt in der Nähe des Nationaltheaters, in der Vorsilska Straße. Hier in einem Raum mit hoher Decke, die ein sehr abgedunkeltes Restaurant beherbergt. Das vorher darin befindliche Pod křídlem Noci war eines von mehreren internationalen Locations, bei denen man quasi blind essen musste.

Als Juan Cruz das Team traf, das er mit der Dekoration seines neuen argentinischen Restaurant beauftragte, brauchte er nur zwei Worte, um seine Vision zu beschreiben: „chic und rustikal.“

Argentinisches Restaurant in Prag

„Ich wollte eigentlich keine folkloristische Aufmachung“, erklärt er. Er wollte das Lokal Gran Fierro authentisch zu einem in Argentinien aufbauen, aber dezent. Anstatt Rinderköpfe an die Wände zu hängen, oder Bilder von den latainamerikanischen Gauchos, zog er einen einfacheren Stil vor. Traditionelle Elemente waren im  Restaurant bereits vorhanden.

Der Innenraum wurde von nahmhaften Architekten der Szene Prags in nur drei Monaten komplett umgebaut. Eine Hintergrundbeleuchtungs-Bar mit einer Auswahl an bunten argentinischen Weinflaschen ausgestattet, leuchtet nun den hinteren und ehemals „blinden“ Teil des Restaurants. Es gibt staubige roten Kissen, Ombré Lampen, türkisfarbene Böden und Seitenteile der maßgeschneiderten Holztische. „Chic“ ist in der Tat das Wort, was hier zutrifft.

Gran Fierros rustikale Elemente wie etwa die typischen Gürtel, hat Juan in Argentinien gekauft. Sie sind aus echtem Leder und sind dieselben welche die Gauchos, oder argentinischen Cowboys tragen. Alle Kellner im Gran Fierro nutzen ebenfalls diese Gürtel, was dem Laden einen recht angenehm urigen Style verleiht.

Juan kommt aus Buenos Aires und ist er der einzige argentinische Inhaber eines argentinischen Restaurant hier in Prag. Er sagt: „Ich bin kein Koch, aber alles was Ihr hier bei mir auf der Speisekarte findet, mag ich auch gerne essen. Das ist der Geschmack eines argentinischen Besitzers. Du hast diese Menüs bereits als Kind gegessen, so dass du weißt, wie es schmecken muss. Das ist es was mein Restaurant ausmacht, ich weiß das Wesentliche.“

Der Chefkoch stammt auch aus Argentinien. Mit Hilfe seiner südamerikanischen Köche bereitet er die Mahlzeiten auf einem Josper Grill, der aus Barcelona stammt. Ein Josper ist eine Kreuzung zwischen einem Grill und einem Ofen. Obwohl er normalerweise offen ist, kann der Josper auch mal geschlossen werden. Dies hält die Feuchtigkeit in dem Fleisch, und macht das letztere „zarter und rauchig.“ Fast schon wie ein „Smoker“, aber eben nicht ganz.

Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die fleischliebenden Tschechen und andere fleischfressende Besucher ihren Weg zum Gran Fierro finden, das erst vor kurzer Zeit eröffnet wurde. Sie finden auf der Speisekarte traditionelle Gerichte aus mehreren südamerikanischen Ländern, vor allem natürlich Argentinien. Alle Speisen des Restaurants, ob Roast Beef oder Ribeye Steak, aber auch die Parillada, eine ausgezeichnete und gut portionierte Auswahl von drei verschiedenen Fleischsorten, werden auf Aluminiumplatten serviert. „Das Aluminium hält die Speisen warm, während Sie essen“, erklärt Juan. Wie Tische und Lampen des Restaurants sind diese Schalen alle maßgeschneidert.

Juan besitzt noch ein anderes argentinisches Restaurant in Prag: El Fierro Grill, in der Nähe von Namesti Miru. Das Lokal hat weniger Sitzplätze und ist „in erster Linie für Service“. Gran Fierro wurde mit dem lateinischen Begriff „sobremesa“ konzipiert. Juan übersetzt „sobremesa“ wie „nachdem Sie das Essen beenden, halten Sie reden und trinken.“

Zwischen Design und authentischer Küche des Restaurants, scheint das Gran Fierro gut ausgestattet, ein „State-of the Art“ Lokal. Wie sein Ansatz zur Einrichtung des Restaurants, glaubt Cruz, dass sein Erfolg auch darauf beruht, Dinge einfach zu halten.

„In Argentinien werfen wir nur Salz auf das Fleisch. Wenn das Fleisch gut ist, brauchen Sie nicht mehr als das. „

Welche Prager Museen sind interessant?

Übersicht einiger sehenswerter Museen in Prag

 

Es gibt eine Reihe interessanter großer und kleiner Museen in Prag. Sie werden laufend gut gepflegt und sind nicht nur an regnerischen Tagen einen Besuch wert. Die Museen sind recht zahlreich, eine kleine Auswahl soll Ihnen helfen, eine Übersicht zu erhalten.

inneneinsicht vom prager nationalmuseum

Das Nationalmuseum

Das Narodni Muzeum ist das größte Museum der tschechischen Republik und das wichtigste Museum zur Kultur- und Naturgeschichte. Das Hauptgebäude thront oben am Wenzelsplatz und wurde 1895 in Neorenaissance, dem damals angesagten Baustil, erstellt. Untergebracht sind die zahlreichen Sammlungen in verschiedenen, teils historischen Gebäuden.

Dauerausstellungen sind die Frühgeschichte von Böhmen und Mähren und der Slowakei, Mineralogie, Paläontologie, Zoologie und eine Knochensammlung.

Ort: Václavské námestí 68, 115 79 Praha 1
Anfahrt mit: Metro Muzeum (A, C) oder Straßenbahn 11

Hinweis: Das Hauptgebäude ist wegen Renovierung bis voraussichtlich 2016 geschlossen. Das neue Gebäude und alle anderen sind regulär geöffnet.

Nationales Technikmuseum

Das Technikmuseum ist ein Wissenschafts– und Transportmuseum mit einigen ergänzenden Ausstellungen. Themen der Ausstellungen sind Zeitmessung, Transportmittel, Akustik, Astronomie sowie Telekommunikation. Freunde großér Maschinen kommen hier auf ihre Kosten.

Ort: Kostelní 42, Prag 7
Anfahrt: Straßenbahn Letenské námestí (1, 8, 25, 26)

Museum Kampa

Das Museum liegt auf der Moldau-Insel Kampa in der historischen Sova Mühle. In ihm wird moderne Kunst aus der privaten Sammlung Meda Mladeks gezeigt, Werke von Frantisek Kupka, Otto Gutfreund und anderen sind hier zu finden.

Wo: U Sovových mlýnu 2, 118 00 Praha

Dvorak Museum

Das Muzeum Antonina Dvoraka zeigt das Leben und Werk des Komponisten Antonin Dvorak. Es gehört zum Nationalmuseum und ist in einer eleganten, barocken Sommerresidenz zu finden.

Wo: Ke Karlovu 20, Prag 2
Anfahrt: Metro Pavlova (C) oder Straßenbahn 4, 6, 10, 11, 16, 22

Jüdisches Museum

Im jüdischen Museum befindet sich eine der umfangreichsten Sammlungen jüdischer Kunst und Literatur weltweit. Erzählt wird die Geschichte des jüdischen Lebens der Region. Mehrere historische Gebäude gehören zum Museum: die Maisel Synagoge, die Spanische Synagoge, die Pinkas Synagoge, die Klausen Synagoge, der Zeremoniensaal, der alte Jüdische Friedhof, die Robert Guttmann Galerie und die Neue Synagoge.

Ort: U Staré skoly 1, 110 00 Prag 1

Smetana Museum

Das Muzeum Bedricha Smetany widmet sich dem Leben des Komponisten Smetana, der u.a. für die Komposition der „Moldau“ berühmt ist.

Adresse: Novotného lávka 1, Prag 1
Anfahrt: Metro Staromstská (A) oder Straßenbahn 17, 18

Artbanka Museum of Young Art

Das AMOYA Museum bietet ein mutiges Programm zeitgenössischer tschechischer und internationaler Kunst, das es in dieser Art selten zu sehen gibt. Untergebracht ist das Museum im historischen Teil Prags, direkt neben der Karlsbrücke.

Adresse: Karlova 189/2, 110 00 Praha
Anfahrt: Metro Staromestská (A)

Museum der dekorativen Künste

Eine Ausstellung von Mode und Textilien, Grafik, Fotografie, Glas, Metall und Keramik.

Wo: 17. listopadu 2, Prag 1
Wie: Metro Staromestská (A), Straßenbahn 17, 18

Museum des Kommunismus

Das Museum zeigt die Atmosphäre und Lebensumstände in der kommunistischen Ära, die vom Ende des zweiten Weltkriegs 1945 bis 1989 dauerte. Geprägt wurde diese Zeit durch Verhaftungen, Hinrichtungen und die Ereignisse von 1968.

Adresse: Na ptíkope 10, Praha 1

Museum der Stadt Prag

Das Muzeum hlavního mesta Prahy präsentiert Prag von prähistorischer Zeit bis zur Gegenwart. Viele Töpfe und Steine, eine sehr umfangreiche Sammlung ist hier ausgestellt. Highlight ist das große Modell Prags von Langweil, das die Stadt gegen Ende des 19. Jahrhunderts zeigt.

Wo: Na Porící 52, Prag 8
Anfahrt: Metro Florenc (B, C)

Prager Schinken

Schinken hat mehrere Bedeutungen. Das Wort bezeichnete ursprünglich das „Bein“ im Sinne von „Knochen“. Gemeinsam mit „Schenkel“ stammt es von der indoeuropäischen Wurzel für „schief, krumm“ ab (vermutlich wegen der Krümmung des Oberschenkelknochens). Der Schinken ist die Keule des Schweins, also dessen hintere Körperpartie, beziehungsweise die Beckenregion.

Der Begriff „Schinken“ wird für fertig zubereitete Fleischerzeugnisse verwendet, die meist kalt gegessen werden und auch meist aus der Keule des Schweines bestehen. Dazu werden sie je nach Zubereitungsart gepökelt, gebrüht, gebraten, getrocknet oder geräuchert. Der Ursprung dieser Bezeichnung rührt eventuell daher, das die Keule vom Schwein als Kochschinken, Luftgetrockneter Schinken oder Räucherschinken Bekanntheit erlangte und somit schließlich diesen „Zubereitungsarten“ den Namen gab.

Kochschinken

Kochschinken wird in der Regel mittels eines Spritzverfahrens gepökelt. Hierbei wird dem Erzeugnis zum Erhalt seiner Saftigkeit eine etwa acht- bis zwölfprozentige Salzlake (bestehend aus Trinkwasser, Nitritpökelsalz und Gewürzen) injiziert. Die Einspritzmenge beträgt ca. 20 % des Frischgewichts des Schinkens. Der gepökelte Schinken rötet innerhalb von 24 Stunden um und kann im Anschluss gebrüht werden. Teilweise wird das Erzeugnis vor oder nach dem Brühen kurz geräuchert. Aufgrund seines relativ hohen Wassergehaltes ist Kochschinken nur gekühlt lagerfähig und nur wenige Tage haltbar. Eine Variante des Kochschinkens ist der Prager Schinken, der geschmort oder im Brotteig gebacken auch für warme Gerichte verwendet wird.

Prager Schinken

(tschechisch Pražská šunka) ist ein berühmter Kochschinken der böhmischen Küche. Er wird traditionell in Parg und ganz Tschechien vor allem warm als Hauptgericht serviert.

Schinken aus Prag

Prager Schinken

Zur Vorbereitung werden kleinere Hinterkeulen von jungen Schweinen mit der Schwarte zunächst mit Salz, etwas Zucker und Gewürzen wie Koriander, Wacholder, Kümmel und Lorbeer eingerieben und trocken etwa einen Monat gepökelt. Anschließend werden die Schinken für ebenfalls einen Monat mit Buchenholz heiß geräuchert und sind dann fertig für die weitere Verarbeitung.

Im nächsten Schritt wird der Schinken entbeint und – je nach Verwendungszweck – vorgekocht bzw. gebrüht und anschließend gebacken oder geschmort.

Für die Zubereitung als Hauptgericht wird die Schwarte entfernt, der Schinken dicht in Brotteig gehüllt im Ofen gegart und meist mit Madeirasauce serviert. Eine weitere traditionelle Zubereitungsart ist das Schmoren mit Suppengrün und Burgunder, wobei der entstehende Fond mit Kraftsauce und Madeira o. ä. ergänzt wird.

Um ihn als Aufschnitt zu verwenden, wird er mit der Schwarte sanft gebacken. So ist er heute üblicherweise im Handel erhältlich.

Mit welcher Währung in Prag bezahlen?

In der tschechischen Hauptstadt Prag gilt wie im übrigen Land die nationale Währung der tschechischen Krone als Standard beim Bezahlen von Dienstleistungen, Unterkünften oder Waren. Wie man auch in einschlägigen Foren lesen kann, werden an einigen Stellen auch Euros akzeptiert. Hier muss man aber mit einem meist schlechten Wechselkurs rechnen.

Zu empfehlen ist daher, sich Geld am lokalen Geldautomaten in tschechischer Krone abzuheben. Hier bekommt man einen besseren Wechselkurs der Banken.

Geldwechsel in Prag oder Automatengeld?

In den vorhandenen Wechselstuben wird an Feiertagen oder auch nach Anbruch der Nacht ein noch wesentlich schlechterer Kurs als eh schon üblich bezahlt.

In letzter Zeit werden auch die international anerkannten Kreditkarten, wie Visa und Mastercard, immer mehr akzeptiert. Die Annahmestellen für Kreditkarten haben sich in den letzten Jahren vervielfacht.

Dass man sein Feierabendbier noch mit barer Münze in der Nationalwährung zahlen sollte, ist wohl auch einem Dorfbewohner verständlich. Ist doch der Einsatz eines Kreditkartenterminals mit einem Mehraufwand für den Betreiber verbunden. Das Gros der Gebühren für die Kreditkartenabrechnung trägt der Händler, der zwischen einem bis zehn Prozent des Preises begleichen muss. Deshalb sind Kreditkarten bei Händlern weniger beliebt als die EC-Karten, bei denen eine deutlich geringere Gebühr fällig wird. Allein die Firma Visa Europe setzt pro Jahr gute sechs Milliarden Euro durch den Einsatz ihrer Kreditkarten um.

Achten Sie auf Menschen, die Geldwechsel auf der Strasse anbieten, meistens zu günstigem Wechselkurs. Es ist möglich, dass Sie hierbei betrogen, oder ausgeraubt werden. Die meisten bekannten Geschichten sind über Betrüger, die das preiswerte bulgarische Geld statt Tschechische Kronen verkaufen. Andere Betrüger legen wertlose Papiere zwischen den regelmäßigen Banknoten, damit es wie ein großer Betrag an Geld aussieht. Wenn Sie dann anfangen das Geld zu zählen, suchen die Banditen dann schnell das Weite.

Wechselstuben auf dem Flughafen, Bahnhof oder Busbahnhof oder in den Straßen sind legal und auch sicher, jedoch haben einige dieser Unternehmen unethische Vorgehensweise beim Angebot. Etwa, wenn Sie ein großes Zeichen sehen, dass die vom Wechsler genommene Kommission angeblich Null % ist, seien Sie bitte vorsichtig.

Die üblichen Tricks sind wie folgt: Sie sehen die Wechselkurse, die zum Verkauf der tschechischen Kronen gültig sind, so sehen die Raten sehr attraktiv aus, aber Ihre Raten, um tschechische Kronen zu Kaufen, sind erheblich schlechter.

Der andere Trick ist, dass die Wechselstube einen sehr guten Wechselskurse zeigt, aber es gibt ein kleines Zeichen, dass jene Raten nur zählen, wenn Sie mehr als 40.000 tschechische Kronen oder ähnliches wechseln.

Wo kann man also das Geld in Prag umtauschen? Banken sind die sichersten Plätze, an denen Sie unbesorgt Geld umtauschen können.

Banken in Prag

Sowohl nationale, als auch internationale und auch deutsche Banken sind ausreichend in der Hauptstadt Tschechiens vertreten. Zu den tschechischen Instituten zählen z.B.: Banco Popolare Česká republika, Czech National Bank, Česká exportní banka, Česká spořitelna, Hypoteční banka, J&T BANKA, Modrá pyramida stavební spořitelna, PPF banka, Raiffeisenbank a.s. Czech. Internationale Banken mit Vertretungen in Tschechien sind etwa ABN Amro Bank, Citibank, HSBC und ING Bank.

Deutsche Banken in Prag

Einige deutsche Banken betreiben zudem Filialen in Tschechien, was besonders die Kunden der jeweiligen Institute freuen wird, denn für sie bleibt das Bargeld abheben mit der EC-Karte an den Geldautomaten dieser Banken gebührenfrei. Hierzu zählen die Commerzbank, die Deutsche Bank, sowie Wüstenrot.

Die Banken in Tschechien sind in der Regel von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Samstag, Sonntag  und an tschechischen Feiertagen sind die Banken meist auch in Prag geschlossen.

Die tschechische Krone im Detail

Banknoten sind zu 100, 200, 500, 1.000, 2.000, 5.000 Kronen im Umlauf. Münzen sind mit Werten von 1, 2, 5, 10, 20, 50 Kronen erhältlich. Aktueller Umwechslungskurs der Tschechischen Nationalbank am 03.03.2105:

1 Euro (EUR) = 27.49 CZK (tschechische Kronen)

1 U.S. Dollar (USD) = 24.48 CZK (tschechische Kronen)

Den täglich aktualisierten Umrechnungskurs finden Sie hier.

Die gängigen Noten finden Sie in diesem Schaubild

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Alle aktuell im Umlauf befindlichen Banknoten Tschechiens

Die aktuellen Münzen der tschechischen Republik

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Die aktuellen Münzen in Tschechien

 

Fazit:

Um einen guten und aktuellen Wechselkurs zu erhalten, sollten Sie also in Prag Geld in tschechischer Krone mit Ihrer EC-Karte aus dem Automaten vor Ort ziehen. In Deutschland etwa zu seiner Hausbank zu gehen und dort in tschechische Krone zu wechseln bedeutet sicher ein Verlustgeschäft, das Sie auch bei den Wechselstuben der Hauptstadt der Tschechei erwartet.

Prager Frühling

Der Prager Frühling (tschechisch Pražské jaro, slowakisch Pražská jar) ist die Bezeichnung für die Bemühungen der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968, ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm durchzusetzen, sowie vor allem die Beeinflussung und Verstärkung dieser Reformbemühungen durch eine sich rasch entwickelnde kritische Öffentlichkeit.
Mit dem Begriff „Prager Frühling“ verbinden sich zwei gegensätzliche Vorgänge: einerseits der Versuch, einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ (tschechisch: socialismus s lidskou tváří) zu schaffen, andererseits aber auch die gewaltsame Niederschlagung dieses Versuchs durch am 21. August 1968 einmarschierende Truppen des Warschauer Paktes.

Prager-Fruehling-1968(c)Quelle_Ullstein_Bilderdienst

Prager-Fruehling-1968(c)Quelle_Ullstein_Bilderdienst

Die Bezeichnung „Prager Frühling“ stammt von westlichen Medien und ist eine Fortführung des Begriffs Tauwetter-Periode, der wiederum auf den Titel des Romans Tauwetter von Ilja Ehrenburg zurückgeht. In Prag selbst wird unter „Prager Frühling“ außerdem das seit 1946 in der Hauptstadt der Tschechoslowakei, der Stadt Prag, regelmäßig durchgeführte Musikfestival Prager Frühling verstanden.

Vorgeschichte

Seit Beginn der 1960er Jahre befand sich die ČSSR in einer tiefgreifenden ökonomischen und gesellschaftlichen Krise: Das bürokratisch-zentralistische Planungssystem hatte zu einer dramatischen Stagnation der Wirtschaft – auch im Vergleich zu den anderen RGW-Staaten – geführt; die Kommunistische Partei wurde von einer stalinistisch geprägten Führungsspitze dominiert. Sie ließ z. B. eine Aufarbeitung der politischen Schauprozesse (siehe hierzu z. B. Milada Horáková, Rudolf Slánský) in der Gottwald-Ära der späten 1940er und frühen 1950er Jahre nicht zu.

Wirtschaftsreformdebatten

Mit dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 1963 wurden schließlich reformerische Stimmen innerhalb und außerhalb der Partei lauter. Unter der Führung des ZK-Mitglieds und Leiters des Wirtschaftsinstituts an der Prager Akademie der Wissenschaften Ota Šik bildete sich eine technokratische Opposition, die grundlegende Wirtschaftsreformen forderte. Nach Ansicht Šiks sollte die Planwirtschaft zugunsten einer „sozialistischen Marktwirtschaft“ – unter Befreiung der Betriebe von staatlicher Führung und Abbau der Bürokratie – aufgegeben werden. Unter anderem schlug Šik auch die Zulassung autonomer Gewerkschaften und privat geführter Kleinbetriebe, Joint Ventures mit westlichen Firmen, die Einführung einer Arbeiterselbstverwaltung und das Ende der staatlichen Lenkung der Preisbildung vor.

Ota Šik – der sich nicht als Revolutionär, sondern angesichts der prekären Lage der tschechoslowakischen Wirtschaft als Reformer verstand – ging nicht so weit, die Kollektivierung der Landwirtschaft und das Volkseigentum an den Produktionsmitteln in Frage zu stellen.

Nationalitätenpolitik

Im Jahr 1960 nahm die Tschechoslowakei die sozialistische Verfassung an. In dieser neuen Verfassung kam es zu einer wesentlichen Einengung der Kompetenzen der slowakischen nationalen Organe, die Vollmachten des Slowakischen Nationalrates wurden an die Ministerien in Prag übertragen. In der Folgezeit erfuhr die Slowakei durch die Integration in die kommunistisch regierte Tschechoslowakei zwar einen großen Modernisierungsschub, bezahlte diesen jedoch mit dem Fehlen politischer Partizipation. Beschlüsse der KSS (Kommunistische Partei der Slowakei) mussten vor der Verabschiedung in Prag genehmigt werden. Seit 1963 hatte Alexander Dubček das Amt des Ersten Sekretärs der KSS inne. Er setzte sich für die Rehabilitierung der in den 50er Jahren verurteilten slowakischen Kommunisten ein und schuf ein liberales Klima in der Slowakei (liberaler als in Prag), das vor allem die slowakischen Journalisten und Schriftsteller nutzten.

In der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei stand Dubček in Opposition zu Novotny, dem ersten Sekretär des Zentralkomitees der KPČ und Präsidenten der ČSSR (Tschechoslowakische Sozialistische Republik). Dubček wollte unter anderem die Funktionen des Generalsekretärs der KPČ und des Amts des Präsidenten der ČSSR nicht mehr in einer Person vereinigt wissen und forderte außerdem die Erhöhung der Machtbefugnisse der slowakischen Organe. Novotny nannte Dubček einen slowakischen Nationalisten, was Dubček noch in den fünfziger Jahren wie damals Gustáv Husák, der ebenfalls aus der Slowakei stammte und nach der gewaltsamen Beendigung des Prager Frühlings eine führende Rolle bei der Wiederherstellung der moskautreuen Politik spielen sollte (siehe unten), ebenso ins Gefängnis gebracht hätte wie einstmals Husák. Jetzt plante Novotny „nur“ Dubčeks Absetzung; ihren Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung Novotny-Dubček im Dezember 1967. Aber Novotny „verlor“: am 5. Januar 1968 stellte er seine Funktion als erster Sekretär der Partei zur Verfügung.

Die slowakische nationale Bewegung war ein entscheidender Faktor für den Beginn des Prager Frühlings.

Kritische Öffentlichkeit

Für die kritische Intelligenz erweiterten sich in einem „Klima unwillig tolerierter Liberalisierung und relativ wirkungsloser Repressalien seitens der politischen Institutionen“ die Möglichkeiten einer öffentlichen Meinungsäußerung, die von einer breiten Bevölkerungsschicht immer aufmerksamer verfolgt wurden. Bis zum Ende des Jahres 1967 wuchs die kritische Öffentlichkeit immer mehr an und radikalisierte sich dabei in ihrer Kritik zunehmend.

Ein frühes Anzeichen dieser Veränderungen war die „Rehabilitierung“ des lange verfemten Franz Kafka, dessen literarische Geltung auf einer internationalen Schriftstellertagung auf Schloss Liblice am 27. und 28. Mai 1963 zur Debatte gestellt wurde. Auf dieser als Kafka-Konferenz bekanntgewordenen Tagung handelte es sich um eine politische Diskussion auf dem Feld der Literaturwissenschaft, wobei Gegenstand der Debatte im Wesentlichen der zentrale marxistische Begriff der Entfremdung war. Gegen die Meinung vor allem der Teilnehmer aus der DDR, welche Kafka als Opfer eines Personenkults sahen und dafür hielten, dass es die von Karl Marx postulierte Entfremdung des Arbeiters von seiner Arbeit im Sozialismus nicht mehr geben könne, vertraten die tschechoslowakischen Delegierten mit dem Österreicher Ernst Fischer die Auffassung, dass dies sehr wohl der Fall sein könne und dass man die Dinge so sehen solle, wie sie lägen.

Die Diskussion der Kafka-Konferenz wurde von der Literaturzeitung Literární noviny aufgegriffen und weitergeführt. Diese Zeitschrift war in der Folgezeit ein Hauptschauplatz der Auseinandersetzung zwischen den Ideologen und den Idealisten. Die Zeitschrift erreichte eine für ein Land wie die Tschechoslowakei beachtliche Auflage von 140.000 Exemplaren. Sie hatte sich zunehmend mit Sanktionen des Zentralkomitees der KPČ zu befassen. Der Chefredakteur wurde ausgewechselt, doch sein Nachfolger konnte wenig ausrichten. Auf einem Kongress des Schriftstellerverbandes im Juni 1967 übten die von Literární noviny entsandten Delegierten (drei Redakteure der Zeitschrift Ivan Klíma, Antonín Jaroslav Liehm und Ludvík Vaculík) erstmals direkte Kritik an der Parteiführung.

Staats- und Parteichef Antonín Novotný reagierte mit einer öffentlichen Erklärung, wonach der Kongress Teil einer vom Ausland gesteuerten Kampagne gegen die anstehenden Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution sei. Die KPČ befahl die Umbildung der Redaktion der Zeitschrift und verbot einer Anzahl der Kongressteilnehmer, darunter Pavel Kohout und Václav Havel, bei den Wahlen des Schriftstellerverbands zu kandidieren. Die oben genannten drei Redakteure wurden aus der Partei ausgeschlossen, andere Teilnehmer – wie etwa Kohout – erhielten Verwarnungen. Die Zeitschrift wurde dem Kulturminister Karel Hoffmann unterstellt und büßte augenblicklich ihre Funktion als Dissidentenorgan ein. Alles dies wurde jedoch als Anzeichen gesehen, dass Novotný Schwierigkeiten hatte, sich wie einst auf der Stelle durchzusetzen. So führten die Sanktionen stattdessen zu einem breiten Protest von Journalisten, Künstlern und Schriftstellern, und eine „gesetzlich ungeregelte, aber disziplinierte Presseanarchie“, die im März 1968 schließlich in der Abschaffung der Zensur gipfeln sollte, begann, sich zu entwickeln.

Führungswechsel in der KPČ

Am 31. Oktober 1967 protestierten Studenten gegen die Zustände in ihren Wohnheimen. Staats- und Parteichef Antonín Novotný ließ die Proteste gewaltsam auflösen, was ihm im Zentralkomitee jedoch massive Kritik eintrug. Auch die Sowjetunion, an welche Novotný sich darauf wandte, gab ihm zu verstehen, dass er nicht mit Hilfestellung aus Moskau rechnen könne, vielmehr mit seinen Problemen selbst fertig werden solle. Zu Jahresbeginn 1968 entluden sich die jahrelangen Spannungen zwischen dem linksdogmatischen und dem reformerischen Flügel der KPČ. Auf dem so genannten Januartreffen des Zentralkomitees der KPČ am 4. Januar 1968 wurde Novotný als 1. Sekretär der KPČ vom 1. Sekretär der Kommunistischen Partei der Slowakei Alexander Dubček abgelöst und behielt lediglich das machtpolitisch wenig bedeutende Amt des Präsidenten der Republik für einige Zeit.

Der Führungswechsel markierte – nach einigen Wochen Unklarheit über die neue Richtung – den Auftakt zu dem Reformkurs der tschechoslowakischen Regierungspartei, der in Verbindung mit dem Druck der kritisch gewordenen Öffentlichkeit zum Phänomen „Prager Frühling“ führte. Dubček versuchte zunächst, die Reformer in ihrem Eifer etwas zu bremsen, um nicht den Argwohn der anderen Ostblockstaaten auf sich zu ziehen. Diese begannen bereits, den Kurs der Tschechoslowakei zu kritisieren. Ota Šik wurde deshalb nicht wie gefordert Mitglied des Parteipräsidiums, zudem wurde ihm auch nicht die Leitung des Wirtschaftsausschusses übertragen. Vielmehr zielte Dubček zunächst auf eine Reform der bundesstaatlichen Verfassung ab, welche den Slowaken mehr Selbstverwaltungsrechte zugestehen sollte.

Als programmatische Grundlage für die Reformen diente das am 5. April 1968 vorgestellte Aktionsprogramm der KPČ, das insbesondere auf Wirtschaftsreformen, Meinungs- und Informationsfreiheit, eine Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit und eine allgemeine Neuausrichtung der Rolle der Kommunistischen Partei in der Gesellschaft zielte. Dieser parteipolitische Reformkurs war allerdings nicht zuletzt infolge der Aufhebung der Zensur in vielerlei Hinsicht schon in der öffentlichen Diskussion über die Neugestaltung der Gesellschaft vorweggenommen worden. Die wesentlichen Punkte des Aktionsprogramms wurden auch durch die Regierungserklärung der ersten Regierung Oldřich Černíks übernommen, welche am 8. April 1968 die Regierung Jozef Lenárt ablöste.

Die Ziele des „Prager Frühlings“ und das Aktionsprogramm der KPČ

Auch wenn man die „Bewegung“ des Prager Frühlings nicht als solche und damit unmöglich ihre Ziele „an sich“ definieren kann, wird hier versucht, einen Überblick über sie zu geben.

Die Stimmung in der Bevölkerung war überwiegend „Zustimmung zum Sozialismus, allerdings nur zu einem reformierten, demokratischen“ (nicht ‚Abschaffung des Sozialismus‘). Bei einer Umfrage im Juli 1968 sprachen sich 89 % der tschechoslowakischen Bevölkerung für eine Beibehaltung des Sozialismus aus. In derselben Umfrage äußerten sich lediglich 7 % der Bevölkerung unzufrieden mit der Regierung Dubčeks, der in seinem Programm einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ propagierte. Das grundlegende Ziel war also, einen neuen Sozialismus zu denken, „ohne selbsternannte Führer […], ohne graue Arbeitsstätten und ohne gefühlslose Bürokratie“. Im Gegenzug sollte der „Mensch Wert über allen Werten sein“ und das System den Gegebenheiten der ČSSR angepasst werden, anstatt blind von Moskau zu kopieren. Die führende Rolle behielt dabei immer die KPČ, besonders als der Druck von außen zu wachsen begann.

Auf dem Gebiet der politischen Struktur wurde eine Liberalisierung aller Lebensbereiche geplant, so etwa auch des Aufbaus der KPČ selbst. Der Zentralismus sollte abgebaut werden, Machtkonzentrationen, gerade um Einzelpersonen, sollten verhindert werden, innerparteiliche Demokratie und eine Rückkehr zu einem parlamentarischen Modell mit bürgerlichen Parteien sollten aufgebaut werden.

Im Rechtssystem sollten Pluralismus und Meinungsfreiheit stärker ausgebaut werden und in der Praxis Anwendung finden. In diesem Zusammenhang steht auch die häufig geforderte Rehabilitierung der Opfer der Prozesse der „fünfziger Jahre“.

Führender Architekt der Wirtschaftsreformen war Ota Šik, der ein Modell einer „humanen Wirtschaftsdemokratie“ entworfen hatte. Demnach sollte die zentrale Planung der Wirtschaft auf ein Minimum reduziert werden, im Mittelpunkt sollten dagegen gegeneinander konkurrierende Betriebe stehen, die sich – zumindest formell – im Besitz ihrer Arbeiter befänden. Die wissenschaftlich-technische Revolution sollte dadurch vorangetrieben werden. In den Betrieben selbst gab es ein starkes Bestreben nach Strukturen, in denen Beschäftigte und externe Interessengruppen, wie Vertreter der Region, die Entscheidungsgewalt haben und eng zusammenarbeiten.

Die Umsetzung dieser Reformpläne wäre einer Hinwendung zu einem Wirtschaftssystem wie dem Jugoslawiens oder einem noch stärker an Marktmechanismen orientierten gleichgekommen. Nach der Wende gab Ota Šik in einem Interview an, niemals tatsächlich eine Reform des Sozialismus sondern vielmehr dessen Abschaffung im Sinn gehabt zu haben.

Die Freiheit von Presse, Wissenschaft, Information und Reisen waren wichtige Schritte auf dem Weg zum angestrebten kulturellen Pluralismus. Dieser kulturelle Pluralismus betraf insbesondere auch die verschiedenen Nationalitäten innerhalb der ČSSR. Den Minderheiten sollte kulturelle Selbstbestimmung und Entfaltung gewährt werden und der Slowakei eine staatsrechtliche Gleichberechtigung in Form einer Föderalisierung der ČSSR. Auf der slowakischen Hälfte der ČSSR lag hier auch das Hauptaugenmerk.

Außenpolitisch war das oberste Ziel Sicherheit in Europa. Gerade die Lösung des Problems um die beiden gegeneinander stehenden deutschen Staaten war hier von essentieller Bedeutung, genau wie die guten Beziehungen der ČSSR zu ganz Europa. Die Reformer gaben vor, dass sich die ČSSR weiterhin klar an den Staaten des Warschauer Pakts orientieren würde, nur die Beziehungen innerhalb des Bündnisses sollten weg von der sowjetischen Vormacht hin zu einer gleichberechtigten Partnerschaft gehen. Gleichzeitig sollten die Ideen des „Prager Frühlings“ in andere Länder in Ost und West weiter getragen werden. Es ist jedoch unklar, ob dabei eher aus taktischen Gründen Zugeständnisse an das sozialistische Lager gemacht wurden, um einer Intervention Moskaus zuvorzukommen.

Festgehalten wurden diese „Ziele“ im Aktionsprogramm der KPČ vom 5. April 1968, das auf der Plenarsitzung des Zentralkomitees vom 29. März bis 5. April beschlossen wurde. Allerdings konnten die genannten Ziele nur eine grobe Richtung vorgeben, markierten sie doch nur die Richtung eines laufenden Prozesses, der durch konstante gesamtgesellschaftliche Diskussion immer weiter entwickelt und erst durch politische Maßnahmen konkret werden sollte.

Emanzipation der Öffentlichkeit

Noch im Februar 1968 hatte Dubček die Pressezensur aufgehoben. In den Medien des Landes fand daraufhin eine „wahre Informationsexplosion“ statt. Dementsprechend wurde das Aktionsprogramm in der Öffentlichkeit wenig begeistert, sondern vielmehr als selbstverständlich aufgenommen, die Meinungsführerschaft hatte inzwischen von der Partei zum Volk gewechselt.

Ein Zeugnis dieser Emanzipation der Öffentlichkeit bildete das von Intellektuellen verschiedener Couleur unterzeichnete Manifest der 2000 Worte des Schriftstellers Ludvík Vaculík vom Juni 1968 wie auch die im Frühjahr entstandenen Vereinigungen K 231 oder KAN.

Der Stern berichtete in seiner Ausgabe Nr. 36 vom 8. September 1968, über die Aktivitäten des „Sendebataillons 701“ für Psychologische Kampfführung der Bundeswehr, welches während des Prager Frühlings mit Geheimsendern wie „Freies Radio Tschechoslowakei“ „Freies Radio Nordböhmen“ und „Radio Nummer sieben“ auf den Frequenzen ausgeschalteter ČSSR-Stationen sendete. Dabei wurden u.a. Falschmeldungen durchgegeben, z.B. das Dubček ermordet sei oder ein Kinderkrankenhaus in Prag zusammengeschossen wäre. Der Stern dementierte diesen Bericht später, aber es wurden auf Grund des Artikels gegen die Zeitschrift Vorwürfe des Landesverrats erhoben.

Reaktion der Sowjetunion

Die Sowjetunion, die den Machtwechsel von Novotný zu Dubček zunächst gutgeheißen hatte, dann aber schnell eine äußerst skeptische Position zur tschechoslowakischen Entwicklung einnahm, wertete das „Manifest der 2000 Worte“ als eine Plattform der Konterrevolution. Hierin wurde sie durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten Gustáv Husák bestärkt, der von einer „Atmosphäre des Terrors“ sprach.

Antonín Novotný (er war am 5. Januar 1968 zum Rücktritt als Parteichef und am 22. März auch zum Rücktritt als Präsident gezwungen worden und im Juni aus dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ausgestoßen worden) meldete bei zwei Besuchen bei der sowjetischen Regierung, die KP unter Dubček stehe kurz davor, das Machtmonopol der KP aufzugeben.

Schon im März 1968 waren in Dresden (bzw. am 21. März 1968 im Neuen Jägerhaus in Grillenburg bei Dresden) Regierungsvertreter der ČSSR mit denen der Sowjetunion, Bulgariens, Ungarns, Polens und der DDR – die später als „Warschauer Fünf“ bezeichneten Staaten, die letztlich auch die Intervention durchführten – zusammengekommen, um über die Lage in der Tschechoslowakei zu sprechen. Weitere Treffen der „Warschauer Fünf“ zum Thema fanden, diesmal ohne tschechoslowakische Beteiligung, im Mai und Juni statt. Dabei wuchs der sowjetische Druck auf die Prager Regierung, die Reformen deutlich einzudämmen. Auch eine militärische Intervention gehörte bald zu den Drohungen, mit denen der Warschauer Pakt Druck auf sein reformorientiertes Mitglied ausübte.

Wenige Tage nach bilateralen Gesprächen zwischen der tschechoslowakischen und der sowjetischen Regierung fand am 3. August inBratislava das letzte offizielle Treffen zwischen der Tschechoslowakei und den „Warschauer Fünf“ statt. Das in Bratislava verabschiedete Abschlusskommuniqué wurde in der ČSSR als Zeichen der Entspannung gewertet, da den verschiedenen Parteien eine nationale Souveränität auf ihrem Weg zum Sozialismus eingeräumt werden sollte. Tatsächlich wurden nach dem Treffen die laufenden sowjetischen Vorbereitungen zum Einmarsch in die Tschechoslowakei intensiviert.

Neue Forschungen zeigen, dass Leonid Breschnew (anders als verbreitet angenommen) ein militärisches Eingreifen zu verhindern versuchte und bis zuletzt an die Möglichkeit einer politischen Lösung glaubte. In Verkennung der tatsächlichen Situation in der Tschechoslowakei soll er seinen Duzfreund Dubček am Telefon regelrecht angefleht haben, das Nötige zur Wiederherstellung der Vorherrschaft der KPČ zu unternehmen. Demgegenüber forderten die Staats- und Parteichefs der DDR und Bulgariens, Walter Ulbricht und Todor Schiwkow, sowie Vertreter des Militärs wie Marschall Gretschko entschieden die umgehende militärische Niederschlagung der Reformbewegung. Diese aus einer Analyse der internen Gespräche der sowjetischen Parteiführung gewonnenen Erkenntnisse lassen die späteren Verlautbarungen der sowjetischen Führung, man sei bis zum letzten Moment verhandlungsbereit gewesen, glaubhaft erscheinen.

Außerdem hatte die konservative tschechoslowakische Opposition das Treffen in Bratislava dazu genutzt, den sowjetischen Offiziellen eine geheime „Einladung“ zukommen zu lassen, mit der sie um eine Intervention zur Verhinderung einer Konterrevolution in der ČSSR baten.

Warschauer Brief an die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei

Der Warschauer Brief an das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik (ČSSR) vom 15. Juli 1968 wird ebenso als Breschnew-Doktrin verstanden und erfolgte 37 Tage vor dem Einmarsch von Truppen in die Tschechoslowakei. Aus dem Inhalt:

„Es war und ist nicht unsere Absicht, uns in solche Angelegenheiten einzumischen, die ausgesprochen innere Angelegenheiten Ihrer Partei und Ihres Staates sind. Es war und ist nicht unsere Absicht, gegen die Prinzipien der Respektierung der Selbständigkeit und Gleichheit in den Beziehungen zwischen den kommunistischen Parteien und den sozialistischen Ländern zu verstoßen …“

„Wir können jedoch nicht damit einverstanden sein, dass feindliche Kräfte Ihr Land vom Weg des Sozialismus stoßen und die Gefahr einer Lostrennung der Tschechoslowakei von der sozialistischen Gemeinschaft heraufbeschwören. Das sind nicht mehr nur Ihre Angelegenheiten. Das sind die gemeinsamen Angelegenheiten aller kommunistischen und Arbeiterparteien und aller durch Bündnis, durch Zusammenarbeit und Freundschaft vereinten Staaten. Das sind die gemeinsamen Angelegenheiten unserer Staaten, die sich im Warschauer Vertrag vereinigt haben, um ihre Unabhängigkeit, den Frieden und die Sicherheit in Europa zu gewährleisten, um eine unüberwindliche Schranke gegen die imperialistischen Kräfte der Aggression und der Revanche aufzurichten.“

Einmarsch der Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten

In der Nacht zum 21. August 1968 marschierten etwa eine halbe Million Soldaten der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens in die Tschechoslowakei ein und besetzten innerhalb von wenigen Stunden alle strategisch wichtigen Positionen des Landes. Es handelte sich hierbei um die größte Militäroperation in Europa seit 1945.

Beim Einmarsch starben 98 Tschechen und Slowaken. Etwa 50 Soldaten der Interventionstruppen kamen ums Leben. Die Nationale Volksarmee der DDR nahm an der Besetzung nicht teil, allerdings standen zwei ihrer Divisionen an der Grenze bereit. Nur etwa 30 Soldaten einer NVA-Nachrichteneinheit weilten auf Grund der Militäraktion im Führungsstab der Invasionstruppen auf dem Truppenübungsplatz Milovice.

Die KPČ beschloss, keinen militärischen Widerstand zu leisten. Die NATO hielt still; sie konnte von ihren Radarstationen auf dem Gipfel des Großen Arber im Bayerischen Wald aus die fortwährende Landung von sowjetischen Militärflugzeugen auf den Prager Flughäfen beobachten.

Der Staatspräsident der ČSSR, Ludvík Svoboda, forderte Tschechen und Slowaken in einer Radioansprache dazu auf, Ruhe zu bewahren. Dubček und andere hochrangige Regierungsmitglieder wurden festgenommen und nach Moskau gebracht. Dort setzte man sie unter Druck und entmachtete sie schrittweise zugunsten des linientreuen Gustáv Husák. In der ČSSR funktionierte der eigentliche Plan der UdSSR, eine neue Regierung zu präsentieren, aufgrund des gewaltlosen, geschlossenen Protests der Bevölkerung des okkupierten Landes nicht. Auch die Behauptung, die KPČ habe um den Einmarsch ersucht, wurde von tschechoslowakischer Seite geschlossen dementiert: Für die tatsächlichen „Verschwörer“ war das Meinungsklima in der ČSSR zu ungünstig, um eine offenePalastrevolution verkünden zu können. In den Wirren der ersten Tage der Besatzung gelang es der Kommunistischen Partei sogar, einen außerordentlichen Kongress der Nationalversammlung einzuberufen, auf welcher der Einmarsch ausdrücklich verurteilt und die Regierung Dubček im Amt bestätigt wurde.

Dubček verzichtete auf jeden militärischen Widerstand, da dieser von vornherein als aussichtslos galt. Dennoch kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Zivilbevölkerung und den Invasoren. Am ersten Tag des Einmarschs starben 23 Menschen. Bis zum 1. September kostete der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes 71 Tschechoslowaken das Leben. Von der tschechischen und slowakischen Bevölkerung wurde versucht, durch zivilen Ungehorsam und verschiedene Aktionen die Besetzung zu verlangsamen. So wurden Ortstafeln und Straßenschilder verdreht, übermalt, zerschlagen oder abmontiert, so dass ortsunkundige Besatzer in falsche Richtungen geschickt wurden. Tausende, zumeist selbstgezeichnete oder selbstgedruckte Plakate, welche die Besatzer verspotteten und zum passiven Widerstand aufriefen, wurden, vorwiegend in Prag und Bratislava, aber auch in anderen Städten, verteilt und an Häuserwände und Schaufenster geklebt. Auch der damalige tschechoslowakische Rundfunk spielte eine große Rolle. So wurde unter dem damaligen Leiter Jiří Pelikán eine mobile Sendestation eingesetzt, um die Bevölkerung zu informieren. Auch der ORF spielte dabei eine große Rolle, indem er die Tschechoslowaken via Kurzwelle-Sendeanlagen in Österreich informierte. Im eigenen Land wurden sie über die Ereignisse gar nicht bzw. teils falsch informiert. Daneben spielten auch Piratensender eine wichtige Rolle, die von den sowjetischen Besatzungstruppen ebenfalls nicht völlig ausgeschaltet werden konnten.

Erklärung der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS

Am 21. August 1968 verbreitete die sowjetische Nachrichtenagentur TASS eine offizielle Erklärung zum Einmarsch von Truppen in die Tschechoslowakei: „TASS ist bevollmächtigt zu erklären, dass sich Persönlichkeiten der Partei und des Staates der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik an die Sowjetunion und die anderen verbündeten Staaten mit der Bitte gewandt haben, dem tschechoslowakischen Brudervolk dringend Hilfe, einschließlich der Hilfe durch bewaffnete Kräfte, zu gewähren. Dieser Appell wurde ausgelöst, weil die in der Verfassung festgelegte sozialistische Staatsordnung durch konterrevolutionäre Kräfte gefährdet wurde, die mit den dem Sozialismus feindlichen äußeren Kräften in einer Verschwörung getreten sind. Die Ereignisse in und um die Tschechoslowakei waren mehrmals Gegenstand des Meinungsaustauschs der leitenden Persönlichkeiten der sozialistischen Bruderländer, einschließlich der Tschechoslowakei. Diese Länder sind einmütig darin, dass die Unterstützung, die Festigung und der Schutz der sozialistischen Errungenschaften der Völker die gemeinsame internationale Pflicht aller sozialistischen Staaten ist. Dieser ihr gemeinsamer Standpunkt wurde auch in der Bratislaver Erklärung feierlich verkündet.“

„Die weitere Zuspitzung der Situation in der Tschechoslowakei berührt die Lebensinteressen der Sowjetunion und der anderen sozialistischen Länder, die Interessen der Sicherheit der Staaten der sozialistischen Gemeinschaft. Die Gefahr für die sozialistische Ordnung in der Tschechoslowakei ist gleichzeitig auch eine Gefahr für die Grundfesten des europäischen Friedens.“

Nichtbeteiligung der DDR

Der stellvertretende Minister für Nationale Verteidigung der DDR Siegfried Weiß besucht Einheiten und Truppenteile der NVA, „die an den gemeinsamen Handlungen der Bruderarmeen zum Schutze der sozialistischen Errungenschaften in der CSSR teilnahmen“

Bereits im Mai 1968 ist die Gefechtsbereitschaft der Grenztruppen erhöht worden. Die 7. Panzer- und die 11. motorisierte Schützendivision der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) unterstanden ab dem 29. Juli 1968 dem sowjetischen Oberkommando. Am Morgen des 21. August wurde der zivile Grenzverkehr in die ČSSR eingestellt. Weiterhin wurden grenznahe Orte isoliert und durften nur noch von Einwohnern betreten werden. Ebenfalls an diesem Tag nahm der Propagandasender Radio Vltavaseinen Betrieb auf. Dieser Sender wurde von der DDR betrieben und von Wilsdruff bei DresdenRichtung Tschechoslowakei auf Mittelwelle ausgestrahlt. Ziel war es, die Bevölkerung im Sinne der Warschauer-Pakt-Staaten zu beeinflussen. Der Sender stellte im Frühjahr 1969 nach massiven Protesten der Tschechoslowakei den Betrieb ein.

An der Invasion selbst nahmen Truppen der NVA nicht teil. Der Entschluss darüber fiel erst wenige Stunden vor dem Beginn des Einmarsches und wurde der NVA-Führung vom Oberkommandierenden des Warschauer Paktes Marschall Jakubowski mitgeteilt. Vermutlich sollten die Tschechen im 30. Jahr nach dem Münchener Abkommen nicht durch den Anblick von Invasoren in deutscher Uniform zusätzlich verbittert werden. In Massenmedien der Paktstaaten wurden dennoch amtliche Stellungnahmen verbreitet, in denen über die Teilnahme auch der NVA berichtet wurde.

Die DDR-Führung wertete die Reduzierung der Rolle der NVA auf lediglich unterstützende Maßnahmen als eine Zurücksetzung. In der DDR fand durch die SED eine geplante Irreführung der Bevölkerung statt, indem Reportagen vom Einsatz der NVA-Truppen in der ČSSR verbreitet wurden. Dem entsprachen Berichte westlicher Journalisten, die auf bewusste Fehlinformationen vom Auftreten der NVA in der ČSSR hereingefallen waren.

Am 23. August wurde die 11. Motorisierte Schützendivision näher an die tschechoslowakische Grenze in den RaumAdorf–Auerbach–Oelsnitz verlegt. Am 16. Oktober 1968 wurden die Truppen wieder dem Oberkommando der DDR unterstellt und einen Tag später wieder in ihre Kasernen verlegt.

Im Rahmen von Protesten in der DDR wurden laut Ministerium des Innern vom 21. August bis 4. September 1968 468 Demonstranten festgenommen und insgesamt die Personalien von 1075 Personen festgestellt.

Ende des Prager Frühlings

Am 23. August, zwei Tage nach Beginn der Intervention, wurde Präsident Ludvík Svoboda offiziell zu Verhandlungen nach Moskau gerufen, an denen auf seine Forderung hin – zunächst nur inoffiziell – auch die in Haft gehaltenen Regierungsmitglieder um Alexander Dubček teilnahmen.

Das Moskauer Protokoll, welches drei Tage später verabschiedet wurde, enthielt eine Aufhebung fast aller Reformprojekte. Mit diesem Ergebnis einer faktischen Kapitulation im Gepäck kehrte Dubček, der vorerst noch in seinen Ämtern belassen wurde, nach Prag zurück, wo er zunächst noch einmal begeistert empfangen wurde. Nach wenigen Wochen konnte jedoch die Bevölkerung der ČSSR nicht mehr daran zweifeln, dass der „Prager Frühling“ mit dem 23. August sein Ende gefunden hatte.

Als Folge der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Truppen des Warschauer Pakts verließen zehntausende Menschen, in erster Linie Facharbeiter und Intellektuelle, das Land. Allein nach Österreich flüchteten rund 96.000 Menschen, weitere 66.000 Urlauber kehrten nicht aus Österreich in die Tschechoslowakei zurück. Im Zuge der von Husák umgehend ins Werk gesetzten Säuberungen innerhalb der Kommunistischen Partei wurde knapp einer halben Million Parteimitgliedern das Parteibuch entzogen.

Aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings verbrannte der Student Jan Palach am 16. Januar 1969 sich selbst auf dem Wenzelsplatz in Prag. Er starb am 19. Januar an den Folgen seiner Verletzungen. Seine Tat wurde einen Monat später durch Jan Zajíc am selben Platz wiederholt.

Filme über den Prager Frühling

  • Renata Schmidtkunz: Ende eines Frühlings – Prag 1968. AT, ORF, 45 Min., 2006 (Inhalt: Zeitzeugen wie der damalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher, Hugo Portisch, Helmut Zilk, Barbara Coudenhove-Calergi (AZ Wien) sowie zwei Wortführer des „Prager Frühlings“, Pavel Kohout und Jiří Gruša, heute Präsident des Internationalen P.E.N., erinnern sich und kommentieren seltene Archivaufnahmen. Die Vorhersehbarkeit des Einmarsches wird wiederholt genannt.)
  • Lutz Rentner & Frank Otto Sperlich: Der Prager Frühling und die DDR. DT, MDRFS, 45 Min., 2013, Erstausstrahlung 20. August 2013 (Dokumentation mit Archivaufnahmen. Inhalt: Junge Menschen in der DDR träumen davon, dass auch die DDR vom Prager Frühling angesteckt wird. Unter anderem berichten Toni Krahl, Florian Havemann, und Friedrich Schorlemmer von ihren Hoffnungen und Niederlagen, die sie mit dem Prager Frühling verbanden.)

Quelle: Wikipedia.org

Prager Hotels

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Hotelbeschreibung

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Gruß aus der Küche
Sowohl im Innenbereich als auch auf der Terrasse des hoteleigenen Restaurants können Sie die köstlichen Speisen genießen. Fragen Sie auch nach vegetarischer Küche oder spezieller Diabetikerkost.
So wohnen Sie
Alle Gästezimmer des Hauses verfügen über Sat-TV. In Ihrem Hotelzimmer erwartet Sie eine Minibar mit zahlreichen gekühlten Getränken. Selbstverständlich gehört zur Standardausstattung der Hotelzimmer auch ein Telefon. Alle Badezimmer verfügen stets über eine Badewanne, eine Dusche und Handtuchwärmer.

Weitere Infos zum Hotel

In der tollen Atmosphäre des Restaurants können Sie richtige Gelage mit traditionellen tschechischen Gerichten genießen, oder sich Spezialitäten der internationalen Küche munden lassen. Das 1995 erbaute Gebäude wurde zuletzt im Jahre 2004 aufwändig renoviert.

Adresse

Karlova 6, 110 00 Prag, Tschechien

Entfernungen in km

U-Bahn / S-Bahn 0,2
Kongresszentrum (Prague Congres Centre) 10
Tennisplätze 6
Tennisplätze 5
Golfplatz (Lisnice) 30
Golfplatz (Karlstejn) 40
Stadtzentrum (Prag) 0,47
Bahnhof (Praha – Main Railway Station) 1,54
Bahnhof (Holesovice) 5
Flughafen (Ruzyně International Airport (PRG)) 11,17
Flughafen (Pardubice Airport (PED)) 94,86

Rezeptionszeiten

Täglich 24 Stunden
Check-In-Zeit:15:00
Check-Out-Zeit:12:00

 

In Prag gibt es viele schöne Hotels, für jeden Geldbeutel ist da eins zu finden.

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Ganz in der Nähe des Rathauses und des Wenzelsplatz ist zum Beispiel das Grand Hotel Bohemia zu nennen. Als Grand Hotel den gehobenen Ansprüchen seiner Gäste Rechnung tragend, bietet das Haus reichlich Kurzweil und gerade die leckere bohemische Küche soll wohl ausgezeichnet sein. Zudem kann hier auch gleich ein Flughafentransfer gegen Aufpreis mitgebucht werden. Bei den günstigeren Hotel Angeboten kann man die Familienpension U Lilie nennen, die nur ein paar Meter entfernt von der Karlsbrücke ihren Sitz hat. W-Lan für den Internet Zugang, eigenes Bad, Sat-TV und ein Kühlschrank sind hier mit dabei und ein italienisches Restaurant lädt zum Verweilen und Erholen ein.

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Shoppen in Prag

Shopping in PragPrag, die wunderschöne tschechische Hauptstadt an der Moldau kann mit jeder Menge Großstadtflair und Kultur aufwarten. Immer mehr Menschen werden von dieser faszinierenden Stadt magisch angezogen und erleben eine Welt von Kunst und Moderne.

 

Shoppingführer – für Ihre Einkaufstour in Prag

 

Dieses architektonische Kleinod inspirierte schon von jeher namhafte Künstler wie Franz Kafka oder Antonin Dvorak.

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Die goldene Stadt hat über die Jahre nichts von ihrem Charme verloren und zieht auch heute noch unzählige Besucher in ihren Bann.

Mittlerweile hat sich Prag auch einen Namen als Shoppingmeile gemacht und viele Menschen lieben es, durch die alten Gassen zu bummeln und dabei das eine oder andere Schnäppchen oder eine besondere Rarität zu entdecken.

 

Ein Spaziergang durch Prag

 

Sie wollten schon immer einmal das authentische Prag erleben?
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Modemetropole Prag

Wer Mode liebt, wird in Prag mit Sicherheit glücklich. Gerade für diejenigen, die dem Mainstream abschwören und ihre Individualität vornehmlich durch Mode ausdrücken, ist die werdende Modemetropole ein Geheimtipp par excellence. Richtig geheim wird dieser Tipp allerdings nicht mehr lange bleiben! Denn in der tschechischen Hauptstadt boomt nicht nur der Tourismus.

 

Prag – die neue Modemetropole

 

Neben den architektonischen Highlights, wie dem berühmten Wenzelsplatz, oder die Prager Burg mit dem Veitsdom, haben sich unter den gut über eine Million Einwohnern vielversprechende Modeprofis hervorgetan. Prag ist als Modemetropole auf dem besten Weg, sich in die Reihe der internationalen Modehauptstädte einzugliedern.

 

Die neue Modemetropole des Ostens

 

Im Prager Frühling lässt sich der neue Flair besonders in der Prager Innenstadt erahnen. Die Kunst- und Modeszene hat dabei mehr zu bieten, als begabte Portrait Maler auf der Karlsbrücke.

Modeschau Prag

Die Hauptstadt bietet als wachsende Modemetropole den perfekten Kontrast für die junge Avantgarde der Modebranche.
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Prag – Vom Flughafen in die Stadt

Der Flughafen Prag-Ruzyne International ist 17 Kilometer vom Stadtzentrum Prags entfernt. Die Fahrt vom Flughafen zur Prager Altstadt dauert gut eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wer es schneller mag kann mit einem Taxi vom Flughafen zur Innenstadt bei wenig Verkehr in etwa 25-30 Minuten fahren.

 

Vom Flughafen in die Stadt Prag

 

Panoramabil Prag

 

In der Ankunftshalle des Flughafens befinden sich die Touristeninformation mit freundlichen Mitarbeitern, die meist des Deutschen und Englischen mächtig sind. Fragen Sie dort auch nach dem kostenlosen Stadtplan. Ziehen Sie Bargeld vom Automaten am Flughafen!

Für den Umtausch von Euro in tschechische Kronen gibt es auch diese Wechselstuben am Flughafen. Diese Wechselstuben leben von Kommission, also erhalten Sie einen etwas schlechteren Kurs. Zudem gibt es noch einen Fallsrick:

Es wird auf dem Schild, auf dem die Wechselkurse angezeigt werden, ein besserer Wechselkurs angeboten. Diesen erhält man aber nur, wenn man sehr große Mengen an Barem, nämlich über 2501 Euro, umtauscht. Wechseln Sie etwa 200 Euro, dann bekommen Sie einen noch schlechteren Kurs.
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Die Prager Fensterstürze

Als eine wichtige und bekannte Begebenheit hat sich im Geschichtsunterricht der Prager Fenstersturz manifestiert. Der Begriff umfaßt eigentlich insgesamt drei wichtige Ereignisse der europäischen Vergangenheit, die sich im böhmischen Prag abspielten.

 

Die historischen Stürze vom Fenster in Prag

Fenstersturz Prag

 

Hierbei wird im Rahmen des Geschichtsunterrichtes als erster Prager Fentersturz der Anfang der Kämpfe der Hussiten bereits im Jahr 1419 n.Chr. vermittelt. Hierbei wurden der Bürgermeister, ein Gerichtshelfer, fünf Gemeinderäte, zwei Ratsherren und ein Knecht aus dem Fenster des Neustädter Rathaus am Karlsplatz in Prag geworfen, um dort zuvor gefangen genommene Mitstreiter zu befreien.

Beim zweiten Fenstersturz warfen Anhänger der Protestanten am 23. Mai 1618  nach einem fingierten Schauprozeß drei der Statthalter des damaligen Königs von einem Fenster der Prager Burg in den Burggraben.
Alle drei überlebten allerdings den Sturz in fast 20 Meter Tiefe. Dies wurde als der Grund und Auslöser des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 in die Geschichtsbücher eingetragen.
Hierbei bekämpften sich böhmische Protestanten und katholische Habsburger. Ein Krieg zum einen der Religion wegen, und zudem wegen der Machtausübung der damals brachial herrschenden Habsburger Stände.

Als dritter Prager Fenstersturz wird der mutmaßliche Mord im März des Jahres 1948 am damaligen tschechischen Außenminister Jan Masaryk bezeichnet, der tot vor dem Fenster seines Büros aufgefunden wurde.
Im Februar 1948 übernahm zuvor die KP, die kommunistische Partei, im Rahmen des sogenannten Februarputsches die Regierungsgewalt in der tschechoslowakischen Republik.